Baden gehen

Nachlese zur Stadtratssitzung am 9. Oktober 2014

… soll man in Bärnau auch zukünftig können. Im Sommer bietet sich hierfür das Freibad Altglashütte an, der Gegenpart im Winter ist –  überregional bekannt-das Bärnauer Hallenbad. Natürlich hat das seinen Preis – die Stadt zahlt den nicht durch die Einnahmen gedeckten Teil der Betriebskosten, und bisher tat sie das auch gerne.

Einen anderen Eindruck hatte so mancher Stadtrat, als er die Beschlussvorschläge für die Stadtratssitzung letzten Donnerstag (9.10.2014) einsah: Da standen Dinge wie verkürzte Öffnungszeiten, Abschaffung des Warmbadetages und so weiter. Am Hallenbad sollte gespart werden, ohne jedoch vorher konkrete Zahlen auf den Tisch zu legen. Dieses Informationsdefizit führte deshalb einmal mehr zu einer erregten Diskussion im Gremium. Es ist schwerlich nachzuvollziehen, wieso auf der einen Seite Millioneninvestitionen wie Turnhalle und Hackschnitzelheizwerk getätigt werden können, und auf der anderen Seite der Breitensport Schwimmen beschnitten werden soll. Natürlich muss man sparen: Aber nicht blindlings und ohne Analyse der Ist-Situation. Das sahen auch die meisten Räte ein und so einigte sich der Stadtrat darauf, einen Runden Tisch im nächsten Jahr einzuberufen und sachlich über dieses Thema zu erörtern. Die SPD unterstützte dieses Vorhaben, war aber gegen eine vorzeitige Beendigung der Saison schon im März.

Die ganze Diskussion hätte deutlich entschärft werden können, wenn die Kommunikation im Vorfeld anders gelaufen wäre. Wieder einmal machte sich schmerzhaft das Fehlen der Fraktionsvorsitzendenbesprechungen vor der eigentlichen Sitzung bemerkbar; solche Sitzungen waren unter früheren Bürgermeistern üblich und dienten der sachlichen Aufklärung über die Tagesordnung. Seit dem Wegfall dieser Vorbesprechungen entstehen Missverständnisse, die zu Spannungen führen – Spannungen, die vermeidbar sind. Schließlich sollen die Bürger, nicht der Stadtrat baden gehen!

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