Hallenbad – ein vorerst letzter Beitrag

Nachlese zur Sondersitzung des Stadtrates vom 22.10.2015

Die Diskussion um das Hallenbad hat am 22.10. eine völlig neue Wendung genommen. Das Gutachten, welches zumindest unsere Fraktion bis zu diesem Datum nicht einmal ansatzweise kannte, legte erhebliche hygienische und schadstofftechnische Mängel im Hallenbad offen. Im Bericht des „Neuen Tages“ vom 24.10. sind die Mängel detailliert nachzulesen.

Natürlich verändert dies die gesamte Sachlage. Die Entscheidung wird davon abhängig zu machen sein. Umso erfreulicher ist es, dass sich Hubert Häring (CFWG) dieser Sache nun als Bevollmächtigter angenommen hat. Die SPD wird seine Ergebnisse abwarten und dann tatkräftig an die Umsetzung gehen, sofern es uns wirtschaftlich als vertretbar erscheint. Mit Ergebnissen rechnen wir ab März 2016.

Was nicht im „Neuen Tag“ stand: Anscheinend sitzen auf der Seite der CSU samt Bürgermeister 6 Baubiologen, denn wundersamer Weise schien es, als hätten sie dies alles schon vorher geahnt. Dass sich besagter Erster Bürgermeister danach noch dazu hinreißen ließ, die gesamte SPD-Fraktion öffentlich als Lügner zu diffamieren, spricht Bände im Umgang miteinander. Mit solchen Anschuldigungen befindet man sich gemeinhin auch nicht mehr in einer politischen Diskussion, sondern im strafbewehrten Bereich. Natürlich wird sich die SPD nicht auf dieses Niveau einlassen. Doch zu denken gibt es schon – eine andere Meinung haben, heißt anscheinend, ein „Lügner“ zu sein. Wir werben  für einen fairen Umgang miteinander – doch nach Canossa gehen wir nicht, nur weil wir eine andere Meinung haben als die Regierungsparteien.

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Sieg der Bärnauer Bürger

Am gestrigen Donnerstagabend rieb man sich teilweise die Augen: Zwar begann die Stadtratssitzung gewohnt emotional und an vielen Punkten retardierend, doch um den sinnvollen Beschlussvorschlag der Fraktionen SPD und CFWG konnten sich die Mehrheitsfraktionen nicht herumwinden. Ein Hauch Konsens wehte durch den Saal. Der Antrag, den unter anderem Gottfried Beer (SPD) federführend mit erarbeitet hatte, enthält neben weiteren Punkten die Forderung nach sofortigem Einbau der Fluchttür und danach die Wiedereröffnung des Hallenbades. Hernach soll mit einem gezielten Stufenplan die notwendige Sanierung des Bades in Angriff genommen werden.

Die Einwände des Bürgermeisters und der Mehrheitsfraktionen, doch zunächst erst das baubiologische Gutachten abzuwarten, konnten durch einen Änderungsantrag von Johannes Dill (SPD) entkräftet werden. Natürlich kann der Stadtrat die Augen nicht vor möglichen Gesundheitsgefährdungen verschließen – aber Panikmache ist auch nicht angebracht. Der Wortlaut des Änderungsantrages lautete demzufolge: „Sollte sich aus dem beauftragten baubiologischen Gutachten Gefahren für Leib und Leben ergeben, so ist das Hallenbad sofort zu schließen bzw. nicht zu öffnen.“ Er wurde einstimmig angenommen.

Das heißt: Sollte das Gutachten nichts Negatives feststellen, wird das Bad nach Einbau der Fluchttüre geöffnet. Ein Sieg der Bärnauer Bürger auf ganzer Linie, die mit viel Herzblut für die Erhaltung des Bades gekämpft haben. Die Fraktion der SPD freut sich, mit konstruktiven Beiträgen den Bürgerwillen im Rat zu unterstützen!

P.S.: In der gleichen Sitzung wurde unser neuer Mann in der Fraktion, Josef Hubmann, vereidigt. Frau Birkner war aus triftigen Gründen aus dem Rat ausgeschieden. Wir bedanken uns bei unserer „Traudl“ für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und freuen uns auf die konstruktive Arbeit mit Josef Hubmann. Schon in der ersten Sitzung hat er bewiesen, sich mit Verve für die Belange der Gemeindebürger einzusetzen.